| 6.0 Orten des Abhörsenders Im Verzeichnis "Locate" finden sich Funktionen, die es ermöglichen, Abhörsender zu orten. Folgende Menupunkte stehen zur Verfügung: 1.) Audio Sonar - Orten durch Auswertung der Schallaufzeit. 2.) Field Locate - Orten durch Auswertung der Feldstärke.
Durch Anschließen einer externen Handsonde kann auf akustischem Wege das Mikrofon des Abhörsenders lokalisiert werden. Nach Aktivieren der Funktion "Audio Sonar" erzeugt die akustische Handsonde ein Tonmuster, welches vom Mikrofon des Senders aufgenommen und drahtlos zur Suchanlage gesendet wird. Das demodulierte Signal wird mit dem abgestrahlten in Korrelation gebracht. Das Ergebnis dieser Berechnung beschreibt die Laufzeit des Schalls und wird als relative Entfernung zum Minispion mittels LED-Balkenanzeige der Handsonde angezeigt. Bei Annäherung wird die Anzeige kleiner. Befindet man sich im Nahfeld des Abhörgerätes, wird durch LED-Blinken empfohlen, per Tastendruck auf ein weiteres Sonarverfahren umzuschalten. Dieses basiert auf dem "Shierp-Verfahren" (Begriff aus der Radartechnik) und ermöglicht ein zentimetergenaues Lokalisieren des Minispions. Entfernt man sich aus dem Nahfeld, wird durch LED-Blinken empfohlen auf die vorherige Methode umzuschalten.
Bei einem Abhörsender, der eine andere Modulation als "FM" oder "AM" verwendet, kann das Sonar-Orten nicht angewendet werden. Um auch solche Minispione zu lokalisieren, muß deren Feldstärke als Maß für die Entfernung ausgewertet werden. Anstelle der Teleskopantenne die Feldstärke-Handsonde anschließen und den Menupunkt "Field Locate" wählen. Der Lautsprecher der Suchanlage erzeugt nun ein Knack-Geräusch, dessen Frequenz ein relatives Maß für die an der Handsonde vorliegende Feldstärke ist. Nähert man sich dem Abhörsender, nimmt diese Frequenz zu und geht in einen hellen Dauerton über. Dieser zeigt an, daß die Suchanlage an der oberen Grenze der Auswertbarkeit angelangt ist. In diesem Fall muß die Taste der Handsonde betätigt werden, was bewirkt, daß die Empfangsempfindlichkeit des Gerätes automatisch soweit zurückgeht, daß von diesem Punkt aus wieder gezielt geortet werden kann. Die Taste kann auch gedrückt werden, wenn man sich im Raum an einer Stelle befindet, wo sehr wenig Feldstärke vorliegt. Das bewirkt, daß die Empfangsempfindlichkeit der Suchanlage automatisch auf einen günstigeren Wert erhöht wird.
Besitzt der Abhörsender eine digitale Modulationsart mit besonders großer Bandbreite ( Spreadspektrum, Frequency Hopping, GSM usw. ), ist das Orten mit der Funktion "Field Locate" möglicherweise problematisch. Hier empfiehlt sich die Methode "Field Detect Digital" anzuwenden. Hierbei wird zur Feldstärkeauswertung die Empfangsbandbreite künstlich erhöht und ein zeitlicher Mittelwert gebildet. Anstelle der Teleskopantenne die Feldstärke-Handsonde anschließen und den Menupunkt "Field Locate Digital" wählen. Der Lautsprecher der Suchanlage erzeugt nun ein Knack-Geräusch, dessen Frequenz ein relatives Maß für die an der Handsonde vorliegende Feldstärke ist. Nähert man sich dem Abhörsender, nimmt diese Frequenz zu und geht in einen hellen Dauerton über. Dieser zeigt an, daß die Suchanlage an der oberen Grenze der Auswertbarkeit angelangt ist. In diesem Fall muß die Taste der Handsonde betätigt werden, was bewirkt, daß die Empfangsempfindlichkeit des Gerätes automatisch soweit zurückgeht, daß von diesem Punkt aus wieder gezielt geortet werden kann. Die Taste kann auch gedrückt werden, wenn man sich im Raum an einer Stelle befindet, wo sehr wenig Feldstärke vorliegt. Das bewirkt, daß die Empfangsempfindlichkeit der Suchanlage automatisch auf einen günstigeren Wert erhöht wird. |