4.0 Automatisches Detektieren

Das Gerät stellt mehrere Verfahren zur automatischen Detektierung von Abhörsendern zur Verfügung. Das Verzeichnis "Auto Detect" beinhaltet folgende Methoden:

1.) Fast Detect  -  Sehr schnelles Detektieren von FM/AM - modulierten Wanzen.

2.) Deep Detect  -   Aufwendigeres Verfahren zur Detektion sehr sendeschwacher Wanzen.

3.) Silent Detect  -   Lautloses Detektieren mittels Sound-Korrelation.

4.) Diff. Modes  -   Detektionverfahren unter Anwendung der Antennen-Differential-Meßmethode oder einer EEPROM-Speicher-bank. ( Dieses Menu wird nur angezeigt wenn das entsprechende Expansionsgerät angeschlossen ist. )

 

 

1.) Fast Detect

Dieses Verfahren ermöglicht ein sehr schnelles Detektieren von FM/AM-modulierten Abhörsendern.

Der zu untersuchende Frequenzbereich kann über die Funktion "Set Range" frei gewählt werden, muß jedoch mindesten 50 MHz breit sein. Nach Einschalten des Gerätes wird ein Bereich von 30-4000 MHz voreingestellt. Der Suchvorgang unterteilt den Frequenzbereich in 1000 MHz große Segmente und arbeitet diese nacheinander ab.

Nach Drücken des Menupunktes "High Sens." wird das Empfangssystem auf maximale Empfindlichkeit eingestellt und das erste 1000 MHz große Frequenzsegment gescannt und abgespeichert. Dieser Vorgang dauert ca. 4 Sekunden und ist auf dem Display zu verfolgen. Während dieser Zeit werden mehrere Signaltöne ausgestrahlt um ggf. vorhandene Abhörsender mit Schallsteuerung zu aktivieren. Nach Beendigung dieses Vorgangs setzt der eigentliche Suchprozess ein. Dieser untersucht nun alle empfangswürdigen Träger mit einer Selektivtonauswertung. Ist eine Selektivtonmessung erfolgreich (das heißt eine Wanze detektiert), sucht das Gerät mit Hilfe eines speziellen Algorithmus nach eventuell vorhandenen Grund- oder Nebenwellen. Jede dieser Spektralkomponenten des Abhörsenders wird akustisch untersucht , wobei die mit der besten Demodulation abgespeichert und angezeigt wird. Das Gerät gibt für ca. 12 Sekunden optisch und akustisch Alarm. Dieser kann durch Drücken von "Exit" frühzeitig abgebrochen werden. Befindet sich eine extrem sendestarke Wanze im "heißen Raum" entstehen im Empfänger des Gerätes unvermeidliche Intermodulationsprodukte durch Übersteuerung. Das kann dazu führen, daß der Sender zwar erkannt wird, jedoch auf einer Spektralkomponente, die für das folgende Lokalisieren unbrauchbar ist. In diesem Fall sollte der Suchvorgang durch Drücken des Menupunktes "Low Sens." wiederholt werden. Dabei wird das auf die Antenne einfallende Signal automatisch um ca. 30 dB abgeschwächt, was dazu führt, daß weit weniger Intermodulationsprodukte entstehen.

Wird der Suchprozess ohne positives Ergebnis beendet, schaltet das Gerät in den zuvor eingestellten Modus zurück.

 

 

2.) Deep Detect

Dieser Suchprozess ermöglicht es, Abhörsender zu detektieren, die auf Grund ihrer geringen Sendeleistung im Grundrauschen des Spektrums fast völlig untergehen. Weiterhin werden die Flanken aller Träger untersucht, welches das automatische Detektieren von sogenannten "Snuggle-Sendern" wesentlich erleichtert. Der zu untersuchende Frequenzbereich kann über die Funktion "Set Range" frei gewählt werden, muß jedoch mindestens 50 MHz breit sein. Nach Einschalten des Gerätes wird ein Bereich von 30 - 4000 MHz voreingestellt. Der Suchvorgang unterteilt den Frequenzbereich in 11.6 MHz große Segmente und arbeitet diese nacheinander ab.

Trifft der Suchprozess auf einen Abhörsender, gibt das Gerät für ca. 12 Sekunden optisch und akustisch Alarm. Dieser kann durch Drücken von "Exit" frühzeitig abgebrochen werden.

Wird der Suchprozess ohne positives Ergebnis beendet, schaltet das Gerät in den zuvor eingestellten Modus zurück.

 

 

3.) Silent Detect

Die Verwendung dieses Verfahrens ist dann sinnvoll, wenn eine diskrete Überwachung des Frequenzbereichs notwendig ist, z.B. während Konferenzen oder wichtigen Gesprächen, wo die Verwendung eines Suchtonverfahrens störend wirkt.

Das Gerät wird in dem Konferenzraum aufgestellt. Nach Einschalten der Funktion "Silent Detect" wird der gewählte Frequenzbereich in 1000 MHz großen Segmenten gescannt. Jeder empfangswürdige Träger wird demoduliert und mit dem Signal des eingebauten Referenzmikrofons korreliert (verglichen). Die Auswertung dauert ca. 7 Sekunden pro Träger. Bei einem positiven Ergebnis wird ein optischer Alarm auf dem Display angezeigt. Gleichzeitig wird ein eingebautes Relais aktiviert, über dessen potentialfreien Schalter (über die Expansionsbuchse erreichbar) ein externes alarmgebendes Gerät gesteuert werden kann (z.B. Signallampe, automatische Telefonwählanlage).

Es besteht weiterhin die Möglichkeit, ein externes Referenzmikrofon anzuschließen, das per Kabel in den zu überwachenden Raum geführt wird. Auf diese Weise ist es nicht erforderlich, das Suchgerät im Konferenzraum aufzustellen. Die Untersuchung kann von einem Nebenraum aus diskret geschehen.

 

 

4.) Diff. Modes

Zur Durchführung dieses Verfahrens muß eines der folgende Expansionsgeräte angeschlossen sein.

a.) Antennen-Differential-Adapter

b.) EEPROM - Speicherbank

Bei angeschlossenem "Antennen-Differential-Adapter" erkennt die Suchanlage automatisch dieses Expansionsgerät und stellt das Verzeichnis "Diff. Modes" zur Verfügung.

Die Antennendifferentialmeßmethode benötigt zwei gleiche Antenne die mit dem Adapter verbunden werden. Einer dieser Antenne (interne Antenne) wird im "heißen Raum" aufgestellt, die andere (externe Referenzantenne) möglichst weit von diesem entfernt (mehrere Räume weiter, außerhalb des Gebäudes, am besten auf dem Dach).  Das Prinzip basiert darauf, daß ein Abhörsender im "heißen Raum" ein starkes Signal an der internen Antenne liefert und ein recht schwaches Signal an der externen Antenne. Umgekehrt liefern Rundfunksender, BOS, Funktelefone usw. ein starkes Signal an der externen Antenne und ein Schwächeres an der internen Antenne. Diese Tatsache nutzt das Gerät zur Trägerreduktion d.h. es werden bei der folgenden Untersuchung nur die Träger berücksichtigt, die aus dem "heißen Raum" stammen. Es ist zu beachten, daß Büro- oder Haushaltsgeräte wie Computer, Faxgeräte, Telefone, Uhren und ähnliche auch hochfrequente Störungen ausstrahlen und deren Träger auch in die Liste der internen Träger aufgenommen werden.

Der zu untersuchende Frequenzbereich kann über die Funktion "Set Range" frei gewählt werden, muß jedoch mindestens 50 MHz breit sein. Nach Einschalten des Gerätes wird ein Bereich von 30 - 4000 MHz voreingestellt.

Das Verzeichnis "Manual Diff. Modes" beinhaltet Menupunkte zum Erzeugen und Auswerten der Differentialspektren. Durch Drücken von "Scan Range" wird zuerst das Frequenzspektrum der externen Antenne und darauf folgend das Frequenzspektrum der internen Antenne ermittelt. Das Gerät berechnet die Träger, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem "heißen Raum" stammen und zeigt die Anzahl auf dem Info-Feld an. Nun schaltet das Gerät fortwährend die beiden Antennen um und zeigt den aktuellen Träger an. Dazu wird das Analog-Sichtfeld in zwei Fenster aufgeteilt. Im linken Fenster ist das Signal der internen Antenne zu sehen und im rechten Fenster das Signal der externen Antenne. Wenn das Sendesignal aus dem "heißen Raum" stammt, ist der Träger im linken Fenster wesentlich größer als der im rechten Fenster. Das Signal kann nun akustisch untersucht und beurteilt werden. Wurde mehr als ein fragwürdiger Träger gefunden, können diese mit Hilfe der Funktion "Search Up" bzw. "Search Down" zur Untersuchung ins Sichtfeld geholt werden. Stark verrauschte Träger können mit der Funktion "Smooth On/Off" geglättet werden, um die Feldstärkedifferenz besser erkennen zu können.

Im Verzeichnis "Diff. Modes" sind die automatischen Detektionsverfahren "Fast Detect" und "Silent Detect" aufgeführt. Sie entsprechen in ihrer Funktion den Verfahren im Verzeichnis "Auto Detect", jedoch wird zu Beginn eine Trägerreduktion durch die Antennendifferentialmeßmethode durchgeführt, welches die Suchlaufzeit erheblich verkürzen kann.

LCD - Display des Lauschabwehr - Koffers

Bei angeschlossener "EEPROM-Speicherbank" erkennt die Suchanlage automatisch dieses Expansionsgerät und stellt das Verzeichnis "Diff. Modes" zur Verfügung. Dieses Verfahren entspricht vom Grundprinzip dem der Differentialmeßmethode mit der Ausnahme, daß hier zeitversetzt und mit nur einer Antenne gearbeitet wird.

Man begibt sich mit der Suchanlage an einen Platz außerhalb des Gebäudes oder an einen Ort, der weit vom "heißen" Raum entfernt ist. Durch Drücken des Menupunktes "EEPROM Update" wird das Frequenzspektrum eingescannt und im EEPROM gespeichert.

Nun begibt man sich mit dem Gerät in den "heißen Raum" und drückt den Menupunkt "Scan Range". Die EEPROM-Speicherbank wird ausgelesen und darauf folgend wird das Frequenzspektrum im "heißen Raum" erfasst. Das Gerät berechnet die Träger, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem "heißen Raum" stammen und zeigt die Anzahl auf dem Info-Feld an. Wurde mehr als ein fragwürdiger Träger gefunden, können diese mit Hilfe der Funktion "Search Up" bzw. "Search Down" zur Untersuchung ins Sichtfeld geholt werden.

Eine weitere Möglichkeit dieser Funktion besteht darin, ein Daten-Archiv für mehrere, häufig zu untersuchende Räume anzulegen. Dazu wird für jeden Raum eine EEPROM-Speicherbank benötigt.

Es muß zuerst mit Hilfe der übrigen Detektiermethoden sichergestellt werden, daß der jeweilige Raum "sauber" ist. Anschließend wird durch Drücken des Menupunktes "EEPROM Update" das Frequenzspektrum ermittelt und abgespeichert.

Zu einem späteren Zeitpunkt kann der Raum mit der Funktion "Scan Range" automatisch untersucht werden. Wurde zwischenzeitig ein Abhörsender installiert, wird dieser sofort erkannt, da er zum Zeitpunkt als das EEPROM angelegt wurde noch nicht vorhanden oder aktiv war.

Im Verzeichnis "Diff. Modes" sind die automatischen Detektionsverfahren "Fast Detect" und "Silent Detect" aufgeführt. Sie entsprechen in ihrer Funktion den Verfahren im Verzeichnis "Auto Detect", jedoch wird zu Beginn eine Trägerreduktion durch Auswertung der EEPROM-Speicherbank durchgeführt, welches die Suchlaufzeit erheblich verkürzen kann.

LCD - Display des Lauschabwehr - Koffers

 

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