| 1.1 Technische Beschreibung Das
mikroprozessorgesteuerte Gerät
beinhaltet Suchempfänger, Codetonsender, Sound-Korrelator, Bildschirm, Empfangsantennen,
Handsonden, Druckerschnittstelle, Expansionsport.
Empfänger
Das Empfangsgerät besteht aus einem
miniaturisierten VHF/UHF/SHF-Spezialempfänger mit fünf mikroprozessorgesteuerten
Fast-Lock-PLL-Synthesizern und vier selektiven Zwischenfrequenzebenen.
Der Empfangsbereich erfasst
Frequenzen zwischen 1 und 6000 MHz wobei die Auflösung 1 kHz beträgt. Es werden die
Modulationsarten FM, AM, NFM, NAM demoduliert.
Darstellung des Spektrums
Das Gerät verfügt über einen
"Blue-Screen"-LCD-Bildschirm mit weißer Hintergrundbeleuchtung, der die
Beobachtung des gesamten Frequenzspektrums oder frei wählbarer Teilbereiche erlaubt. Es
wird das momentane, sich laufend ändernde Frequenzspektrum dargestellt.
Demodulation
Der Nachrichteninhalt des Trägers
kann akustisch über den eingebauten Lautsprecher oder über Kopfhörer kontrolliert
werden. Damit ergibt sich die Möglichkeit zum blitzschnellen Abhören eines neu
entdeckten Signals.
Während der akustischen Untersuchung
eines Trägers werden weiterhin Veränderungen des Spektrums in Quasi-Echtzeit
dargestellt.
Automatische Erkennung
Messverfahren zur automatischen
Detektierung eines im gleichen Raum vorhandenen Abhörsenders.
Suchtonverfahren (Sonic Labeling)
Der Empfänger wird per
Mikroprozessorsteuerung im gesamten Frequenzbereich bzw. ab einer frei wählbaren
Startfrequenz vollautomatisch durchgestimmt. Die eingebaute Schallquelle strahlt einen
Suchton ab und beaufschlagt das Mikrofon eines im Raum befindlichen Minispions. Der
Empfänger überprüft alle einfallenden Trägersignale auf das Vorhandensein des
Suchtons. Ist der Suchton empfangen worden, wird der Suchlauf gestoppt und eine
Selektivtonfolge ausgesendet. Wird auch diese erkannt, steht fest, daß sich ein Minispion
in Hörweite der Schallquelle befindet und von der Selektivtonfolge moduliert wurde. Ein
optischer und akustischer Alarm wird ausgelöst.
Auf der digitalen Frequenzanzeige
kann man den Ablauf des Suchprozesses verfolgen und die Sendefrequenz des erkannten
Minispions ablesen.
a) Fast Detect:
Die Funktion "Fast Detect"
ermöglicht es, FM- oder AM-modulierte Abhörsender schnell, d.h. ca. 10 sec/1000 MHz, zu
detektieren. Dabei wird jeder empfangswürdige Träger einer Selektivtonauswertung
unterzogen. Wurde auf diese Weise eine Wanze erkannt, sucht das Gerät die
Spektralkomponente des Trägers, die die beste Demodulation liefert.
b) Deep Detect:
Dieses Detektierverfahren sucht den
gesamten Frequenzbereich nach Abhörsendern unterschiedlichster Modulation ab. Dabei
werden auch besonders schwache Signale berücksichtigt. Jeder Träger wird mehreren
Detektiermethoden unterzogen, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Nichterkennens minimiert
wird.
Lokalisierung
Mit der extern anschließbaren
Handsonde, die fortan nur noch die gespeicherte Frequenz aufnimmt, kann die Suche nach dem
Minispion beginnen. Dazu werden von der Handsonde akustische Impulse ausgestrahlt, und mit
Hilfe der Phasenlaufzeit des Signals wird die Entfernung zu dem versteckten Mikrofon
errechnet und zur Anzeige gebracht.
Die optische Balkenanzeige der
Handsonde stellt ein relatives Maß für den Abstand zu dem Minispion dar und bewirkt eine
rasche und gezielte Ortung.
Option: Aufzeichnung
Das gesamte Frequenzspektrum sowie
frei wählbare Teilbereiche können mit einem extern anschließbaren Drucker aufgezeichnet
werden. Die Aufzeichnung ermöglicht das Erkennen von Veränderungen ohne dauerndes
Beobachten des Bildschirms.
Software Update
Verbesserungen und Erweiterungen der
Systemsoftware, die im Zuge des technischen Fortschritts notwendig werden, können ohne
Eingriff in das Gerät werkseitig über die Expansionsbuchse vorgenommen werden.
Erweiterungsmöglichkeiten
Das Gerät verfügt über eine
37polige Expansionsbuchse. Über diese können externe Zusatzgeräte wie VLF-Konverter,
IR-Detektor, Tape-Detektor, Antennendifferential-Adapter oder EEPROM-Speicherbank zur
Systemerweiterung angeschlossen werden.
Diese Komponenten werden von der
Suchanlage über einen "Plug & Play - Dialog" automatisch erkannt.
Die Expansionsbuchse dient weiterhin
als Schnittstelle für einen werkseitigen Software-Update.
Stromversorgung
Das Gerät wird von 6 NiCd-Mono-Akkus versorgt und
ist somit portabel einsetzbar. Für längere Untersuchungen oder für stationären Betrieb
kann die Suchanlage mittels Netz-/Ladegerät betrieben werden.
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